1.0Marktüberblick
- +1,4%
- Wachstum des Schweizer Logistikmarkts 2024 auf CHF 46,1 Milliarden (GS1 Switzerland / Universität St. Gallen, Logistikmarktstudie 01/2026). Die Studie weist die Lagerlogistik nicht separat aus; Lagerkosten werden im Verhältnis zum Transport geschätzt.
- 3,9%
- Leerstandsquote bei Logistik-Anlageobjekten 2025, nach 7,7% im Jahr 2019 (JLL, Logistikmarkt Schweiz 2026). JLL zählt über 1 400 Gebäude mit Logistiknutzung, die meisten eigengenutzt.
- CHF 90–150
- Übliche Jahresmiete pro m² für durchschnittliche Logistikflächen in der Schweiz (JLL, 2026); die Bruttorenditen von Logistikimmobilien lagen 2025 zwischen 5,2% und 6,9%.
- 4 198
- Beschäftigte in den engen BFS-Klassen Lagerung und Frachtumschlag 2024 (STATENT, NOGA 52.10 und 52.24, 232 Einheiten). Die meisten Kontraktlogistiklager werden von Transport- und Speditionsfirmen betrieben und dort gezählt.
2.0Branchenüberblick
Lager- und Kontraktlogistik werden in der Schweiz grösstenteils von Transportgruppen betrieben, nicht von reinen Lagerfirmen. Der Schweizer Logistikmarkt wuchs 2024 um 1,4% auf CHF 46,1 Milliarden (GS1 Switzerland / Universität St. Gallen), und die grössten Anbieter nach Schweizer Umsatz sind die Logistik-Services der Post (CHF 4 358 Millionen, 21 042 Mitarbeitende), Planzer (CHF 1 090 Millionen, 6 100 Mitarbeitende), SBB Cargo, Bertschi, Cargo24, Hupac, Galliker (CHF 605 Millionen, 3 500 Mitarbeitende), Rhenus Alpina und Camion Transport. Die meisten verbinden Transport mit Lagern für Handel, Industrie und E-Commerce. Das BFS weist in seinen engen Klassen Lagerung und Frachtumschlag nur 232 Einheiten mit 4 198 Beschäftigten aus (STATENT, NOGA 52.10 und 52.24), weil das Personal der Kontraktlogistik bei den Transport- und Speditionsfirmen gezählt wird, die es beschäftigen.
3.0Branchen-Check (SWOT)
- Tiefer Leerstand (3,9% 2025) stützt Mieten und Immobilienwerte
- Hohe Löhne und Bodenpreise
- Automatisierung von Kommissionierung und Lagerung
- Kunden holen Lager zurück oder konsolidieren sie
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Firmenbewertung Lagerhaltung & Lagerlogistik Schweiz
- Steuerlicher Multiplikator (EBITDA)
- 3.5 - 5.0×
- Deal-Multiplikator (EBITDA)
- 4.5 - 7.0×
- Markttrend
- Stabil
Indikative Bandbreiten auf Basis von Marktforschung. Tatsächliche Multiplikatoren variieren je nach Unternehmensgrösse, Wachstum und Marktbedingungen.
8.0Regionale Cluster
Bern und Solothurn
46 Einheiten für Lagerung und Frachtumschlag mit 1 955 Beschäftigten 2024 (BFS STATENT, NOGA 52.10 und 52.24), fast die Hälfte der Klasse; Teil des Logistikdreiecks Basel–Solothurn–Zürich (JLL).
Ostschweiz
33 Einheiten mit 276 Beschäftigten; Camion Transport hat seinen Sitz in Wil (SG).
Westschweiz
30 Einheiten mit 514 Beschäftigten; Galliker eröffnete 2026 in Aclens 18 000 m².
Tessin
29 Einheiten mit 336 Beschäftigten; Galliker eröffnete 2026 ein Zentrum in Sant'Antonino.
Nordwestschweiz
23 Einheiten mit 760 Beschäftigten; Rhenus Alpina (Basel) und Fiege (Münchenstein) sind hier ansässig.
Zürich
16 Einheiten mit 177 Beschäftigten in der engen Klasse; Planzer hat seinen Sitz in Dietikon.
Zentralschweiz
16 Einheiten mit 161 Beschäftigten; Galliker hat seinen Hauptsitz in Altishofen (LU). Die Zahlen umfassen nur die engen Lagerklassen; die Regionalzahlen enthalten keine vom BFS unterdrückten Einheiten.
Quellen
9.0Häufig gestellte Fragen
▶Wie viel ist ein Lagerlogistik-Unternehmen in der Schweiz wert?
Die ValIndex-Multiplikatorentabelle setzt die Schweizer Lagerlogistik bei 4,5–7,0× EBITDA in Transaktionen und 3,5–5,0× EBITDA bei steuerlichen Bewertungen an. Betreiber mit langen Kundenverträgen, Automatisierung und gut gelegenen Standorten liegen am oberen Ende; Firmen, die an einem Kunden hängen oder alte Gebäude haben, tiefer. Eigene Immobilien werden meist separat nach Miete und Rendite bewertet.
▶Was bestimmt den Wert eines Schweizer Lager- oder Kontraktlogistikunternehmens?
Käufer bewerten: (1) Lage und Zustand der Standorte, eigen oder gemietet; (2) Laufzeit und Streuung der Kundenverträge; (3) Automatisierung und IT; (4) Personal und Management; (5) Spezialkompetenzen wie temperaturgeführte oder Pharmalagerung; (6) die Aufteilung zwischen Betriebsgesellschaft und Immobilie.
▶Wie gross ist die Schweizer Lagerlogistik?
Der gesamte Schweizer Logistikmarkt erreichte 2024 CHF 46,1 Milliarden (GS1 / Universität St. Gallen); die Lagerlogistik wird nicht separat ausgewiesen. Das BFS zählt in seinen engen Klassen Lagerung und Frachtumschlag nur 232 Einheiten mit 4 198 Beschäftigten, weil die meisten Lager von Transport- und Speditionsfirmen betrieben werden.
▶Welches sind die wichtigsten Lager- und Logistikunternehmen der Schweiz?
Die grössten Anbieter nach Schweizer Umsatz 2024 waren die Logistik-Services der Post (CHF 4 358 Millionen), Planzer (CHF 1 090 Millionen), SBB Cargo, Bertschi, Cargo24, Hupac, Galliker (CHF 605 Millionen), Rhenus Alpina (CHF 448 Millionen), Fracht und Camion Transport (CHF 280 Millionen), gemäss GS1 Top 100. Auch internationale Kontraktlogistiker wie Fiege betreiben Schweizer Lager.
▶Was sind die wichtigsten Trends in der Schweizer Lagerlogistik?
Fünf Trends: (1) Der Logistikmarkt wuchs 2024 um 1,4%; (2) der Leerstand bei Logistikimmobilien sank 2025 auf 3,9%; (3) Familiengruppen wie Galliker bauen Kapazität in der Westschweiz und im Tessin aus; (4) Verkehrsüberlastung drängt die Logistik auf die Schiene und in Randzeiten; (5) Personalmangel und Lohnerhöhungen treiben die Automatisierung.
▶Was sind die grössten Risiken beim Kauf eines Schweizer Lagerlogistik-Unternehmens?
Die grössten Risiken sind: (1) Abhängigkeit von wenigen Kunden, die Lager konsolidieren oder zurückholen könnten; (2) auslaufende Mietverträge oder Immobilienkosten; (3) Personalmangel und Lohnkosten; (4) Investitionsbedarf für Automatisierung; (5) Energie- und Baukosten. Die Due Diligence sollte Kundenverträge und Kündigungsfristen, Miet- oder Eigentumsverhältnisse, Gebäudezustand und Automatisierung prüfen.
▶Was kosten Logistikflächen in der Schweiz?
JLL beziffert die übliche Miete für durchschnittliche Logistikflächen 2026 auf CHF 90–150 pro m² und Jahr. Der Leerstand bei Logistik-Anlageobjekten sank 2025 auf 3,9%, die Bruttorenditen lagen zwischen 5,2% und 6,9%.
▶Wo liegen die Schweizer Logistiklager?
Vor allem entlang der A1 und rund um Zürich, Basel, Genf und Lausanne, mit der grössten Dichte im Dreieck Basel–Solothurn–Zürich (JLL). In den engen BFS-Lagerklassen haben Bern und Solothurn die meisten Beschäftigten (1 955), gefolgt von der Nordwestschweiz (760) und der Westschweiz (514).