BRANCHENREPORTSEPTEMBER 2026
ValIndex Intelligence · Alain Walder, M.A. HSG|Daten per 2026-09|14 Quellen zitiert
Industrie & Fertigung

Holzbau & Schreinerei

Laut der Val-Index-Analyse der Schweizer Handelsregisterdaten umfasst der Schweizer Sektor holzbau & schreinerei CHF 6-8 Mrd., 7 925 Unternehmen, 48 526 Mitarbeitende. (Daten per 2026-09.) Wachstum +1.2%. Exportquote: ~10%. Dieser Bericht deckt SWOT-Analyse, Kostenstruktur-Benchmarks, Schlüsselakteure, Nachfolgekontext und regionale Cluster in allen 26 Kantonen ab.

Bewertungsüberblick
Deal-Multiplikator (EBITDA)
3.0 - 5.0×
Markttrend
Stabil

Indikative Bandbreiten auf Basis von Marktforschung. Tatsächliche Multiplikatoren variieren je nach Unternehmensgrösse, Wachstum und Marktbedingungen.

Wichtigste Erkenntnisse
  • Marktgrösse: CHF 6-8 Mrd.
  • Deal-Multiplikatoren: 3.0 - 5.0× EBITDA (Trend: stabil)
  • Wachstumsrate: +1.2%
  • Aktive Unternehmen: 7 925
  • Top-Trend: Die stabilste Abteilung der Schweizer Industrie

1.0Marktüberblick

CHF 6-8 Mrd.
Indikativer Wert der Schweizer Holzbe- und -verarbeitung, Schreinerei und des Holzbaus — Holzingenieurbau, Schreinerarbeiten, BSP- und Brettschichtholzfertigung sowie Innenausbau. Struktureller Anker sind die NOGA-Abteilungen 16 (Holzwaren ohne Möbel) und 31 (Möbel) mit 7 925 Arbeitsstätten und 48 526 Beschäftigten gemäss BFS STATENT 2024. Der montierende Ausbau liegt in der Bauabteilung 43 und ist in dieser Zahl nicht enthalten.
7 925
Arbeitsstätten der NOGA-Abteilungen 16 und 31 zusammen, BFS STATENT 2024, publiziert am 20. August 2026 (7 017 Holzwaren, 908 Möbel). Gegenüber 8 505 im Jahr 2012 ein Rückgang von 6,8% — eine weit flachere Schrumpfung als bei Metall, Maschinen oder Druck.
48 526
Beschäftigte in NOGA 16 und 31 (43 403 Vollzeitäquivalente), BFS STATENT 2024. Die Beschäftigung sank gegenüber 50 996 im Jahr 2012 nur um 4,8%, bei den Holzwaren allein sogar nur um 2,3% — eine der stabilsten Beschäftigungsbilanzen der Schweizer Industrie.
~10%
Geschätzter Exportanteil, überwiegend grenzüberschreitende Holzbauprojekte in Süddeutschland, Österreich und Frankreich sowie Produkte wie Brettschichtholzträger und BSP-Platten. Der Holzbau ist ganz überwiegend ein Binnengeschäft: Transportökonomie und Baunormen halten die Arbeit lokal.
+1.2%
Zunahme des von Schweizer Sägereien verarbeiteten Rundholzes im Jahr 2025 auf rund 2 Millionen Kubikmeter (Lignum). Holz hat im tragenden Bau seit zehn Jahren in Folge Marktanteile gewonnen — der Grund, weshalb die Beschäftigung in NOGA 16 praktisch stabil blieb, während die meisten Schweizer Industrieabteilungen Stellen abbauten.
Gemäss Val-Index-Analyse von Schweizer Handelsregister- und Bundesdaten (2026) ist der Schweizer Holzbau & Schreinerei-Markt CHF 6-8 Mrd. gross — Indikativer Wert der Schweizer Holzbe- und -verarbeitung, Schreinerei und des Holzbaus — Holzingenieurbau, Schreinerarbeiten, BSP- und Brettschichtholzfertigung sowie Innenausbau. Struktureller Anker sind die NOGA-Abteilungen 16 (Holzwaren ohne Möbel) und 31 (Möbel) mit 7 925 Arbeitsstätten und 48 526 Beschäftigten gemäss BFS STATENT 2024. Der montierende Ausbau liegt in der Bauabteilung 43 und ist in dieser Zahl nicht enthalten..
Gemäss Val-Index-Analyse von Schweizer Handelsregister- und Bundesdaten (2026) werden ~10% der Schweizer Holzbau & Schreinerei-Produktion exportiert (Geschätzter Exportanteil, überwiegend grenzüberschreitende Holzbauprojekte in Süddeutschland, Österreich und Frankreich sowie Produkte wie Brettschichtholzträger und BSP-Platten. Der Holzbau ist ganz überwiegend ein Binnengeschäft: Transportökonomie und Baunormen halten die Arbeit lokal.).
Gemäss Val-Index-Analyse von Schweizer Handelsregister- und Bundesdaten (2026) zählt die Schweiz 7 925 Holzbau & Schreinerei-Unternehmen — Arbeitsstätten der NOGA-Abteilungen 16 und 31 zusammen, BFS STATENT 2024, publiziert am 20. August 2026 (7 017 Holzwaren, 908 Möbel). Gegenüber 8 505 im Jahr 2012 ein Rückgang von 6,8% — eine weit flachere Schrumpfung als bei Metall, Maschinen oder Druck..

2.0Branchenüberblick

Marktumfang

Die Schweizer Holzverarbeitung und Schreinerei ist die stille Ausnahme der Schweizer Industrie: eine Branche, die sich behauptet hat, während fast alles um sie herum schrumpfte. Das BFS STATENT 2024, publiziert am 20. August 2026, zählt 7 925 Arbeitsstätten in den NOGA-Abteilungen 16 und 31 mit 48 526 Beschäftigten (43 403 Vollzeitäquivalente). Die Arbeitsstätten liegen 6,8% unter 2012, die Beschäftigung 4,8% — gegenüber 45,1% Stellenverlust im Druck, 13,8% weniger Arbeitsstätten im Metallbau und einer Industrie, die fast überall sonst Personal abbaut. Innerhalb der Summe verloren die Holzwaren ohne Möbel in zwölf Jahren nur 2,3% ihrer Beschäftigung.

3.0Branchen-Check (SWOT)

Grösstes RisikoAbhängigkeit vom Schweizer Bauzyklus
Interne Faktoren
Stärken5
  • Eine der widerstandsfähigsten Abteilungen der Schweizer Industrie: Die Beschäftigung bei Holzwaren sank zwischen 2012 und 2024 um nur 2,3%, gegenüber 45,1% im Druck
Schwächen5
  • Das Personal ist mit rund 42% des Umsatzes die grösste Kostenposition, in einem Beruf mit akutem Mangel an qualifizierten Zimmerleuten und Schreinern→ §5.0
Externe Faktoren
Chancen5
  • Vorfertigung und Modulbau, die ein personallimitiertes Handwerk in ein skalierbares Produktionsgeschäft verwandeln
Risiken5
  • Abhängigkeit vom Schweizer Bauzyklus: Ein Rückgang im Wohnungs- und öffentlichen Bau schlägt direkt auf die Auftragsbücher durch
Branchenausblick
DefensivAusgeglichenWachstum
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8.0Regionale Cluster

Ostschweiz

Historisches Zentrum des Schweizer Holzbaus mit Blumer Lehmann in Gossau und Kaufmann Oberholzer in Roggwil, starke Zimmereitradition und Konzentration von Holzbau-Ingenieurunternehmen

Zentralschweiz

Wachsender Holzbau-Hub verankert durch Renggli in Schoetz und Schilliger Holz in Kuessnacht, stark bei vorgefertigten Modulen und Holzwerkstoffherstellung

Mittelland / Bern

Traditionelles Zimmerei-Kernland mit Hector Egger in Langenthal, Erne Holzbau in Laufenburg und Husner in Buchs, starker Institutions- und Gewerbeholzbau

Graubuenden / Alpenregionen

Alpine Holzbauspezialisten angefuehrt von Uffer SA in Savognin, Expertise bei Berghotels, Chalets und Hochgebirgsbau mit einheimischen Holzarten

Zuerich / Nordwestschweiz

Urbaner Holzbau-Hub mit Implenia Holzbau und wachsender Nachfrage nach mehrgeschossigen urbanen Holzbauten, starker designorientierter Schreinerei- und Ausbaumarkt

Quellen

ValIndex Intelligence · Alain Walder, M.A. HSG|Daten per 2026-09|14 Quellen zitiert

9.0Häufig gestellte Fragen

Was ist ein Holzbau & Schreinerei-Unternehmen in der Schweiz wert?

Ein durchschnittliches Schweizer Holzbau & Schreinerei-Unternehmen wird mit 2.0 - 3.5× EBITDA bei der steuerlichen Bewertung und 3.0 - 5.0× EBITDA bei tatsächlichen Transaktionen bewertet. Die Differenz zwischen steuerlichen und Deal-Multiplikatoren stellt eine wesentliche Arbitrage-Möglichkeit für informierte Käufer dar. Der aktuelle Markttrend ist stabil, mit einer als mittel bewerteten Arbitrage-Spanne. Die tatsächliche Bewertung hängt stark von wiederkehrenden Umsätzen, Kundendiversifikation, Führungstiefe und Anlagenmodernität ab.

Welche Faktoren beeinflussen die Bewertung eines Holzbau & Schreinerei-Unternehmens?

Zu den wichtigsten Bewertungstreibern zählen: Eine der widerstandsfähigsten Abteilungen der Schweizer Industrie: Die Beschäftigung bei Holzwaren sank zwischen 2012 und 2024 um nur 2,3%, gegenüber 45,1% im Druck; Das Rohstoffende wächst — Forstwirtschaft und Holzeinschlag legten seit 2012 um 6,0% bei den Arbeitsstätten und 10,2% bei den Stellen zu. Bewertungsmindernd wirken: Das Personal ist mit rund 42% des Umsatzes die grösste Kostenposition, in einem Beruf mit akutem Mangel an qualifizierten Zimmerleuten und Schreinern; Die Möbelherstellung ist das schwache Segment: Die Beschäftigung fiel dort seit 2012 um 14,4%, sechsmal so stark wie bei den Holzwaren. Deal-Multiplikatoren liegen typischerweise bei 3.0 - 5.0× EBITDA, die tatsächlichen Preise variieren jedoch deutlich je nach Kundenkonzentration, Managementqualität, Umsatzstabilität und geografischer Reichweite in den 26 Schweizer Kantonen.

Wie viele Holzbau & Schreinerei-Unternehmen gibt es in der Schweiz?

Die Schweiz zählt 7 925 Arbeitsstätten in der Holzverarbeitung und Möbelherstellung, gemäss BFS STATENT 2024 (NOGA-Abteilungen 16 und 31), publiziert am 20. August 2026 — 7 017 bei den Holzwaren ohne Möbel und 908 bei den Möbeln. Sie beschäftigen 48 526 Personen beziehungsweise 43 403 Vollzeitäquivalente. Der montierende Ausbau liegt in der Bauabteilung 43 und ist nicht enthalten. Gegenüber 8 505 im Jahr 2012 ist das ein Rückgang von 6,8%, deutlich flacher als im Druck oder im Metallbau; Forstwirtschaft und Holzeinschlag wuchsen im selben Zeitraum sogar um 6,0% bei den Arbeitsstätten und 10,2% bei den Stellen.

Was sind die wichtigsten Markttrends im Schweizer Holzbau & Schreinerei-Sektor?

Sechs Trends prägen den Sektor 2026: (1) Die stabilste Abteilung der Schweizer Industrie — Zwischen 2012 und 2024 sank die Beschäftigung bei Holzwaren (NOGA 16) um nur 2,3%, die Zahl der Arbeitsstätten um 6,8%. (2) Die Forstwirtschaft wächst am Rohstoffende — Forstwirtschaft und Holzeinschlag (NOGA 02) zählten 2024 1 446 Arbeitsstätten und 6 685 Beschäftigte, 6,0% beziehungsweise 10,2% mehr als 2012 — eine der ganz wenigen Schweizer Industrieabteilungen, die sowohl Betriebe als auch Stellen aufbaut. (3) Holz gewinnt im tragenden Bau weiter Anteile — Holz hat im Konstruktionsbau das zehnte Jahr in Folge Marktanteile gewonnen, mit den stärksten Positionen bei Bauten für Bildung, Forschung und Ausbildung sowie bei land- und forstwirtschaftlichen Bauten. (4) Vorfertigung wird zum Geschäftsmodell — Die entscheidende Verschiebung führt vom baustellengefertigten Handwerk zum werkgefertigten Produkt. (5) Möbel sind die Ausnahme, die die Regel bestätigt — Die Möbelherstellung (NOGA 31) verlor zwischen 2012 und 2024 14,4% ihrer Beschäftigung — sechsmal so viel wie die Holzwaren. (6) Nachfolge und die fünfte Generation — Bei 7 925 Arbeitsstätten, überwiegend klein und inhabergeführt, ist die Nachfolge die dominante Quelle von Dealflow — und ungewöhnlicherweise gelingt sie hier noch innerhalb der Familie.

Was sind die Hauptrisiken beim Kauf eines Holzbau & Schreinerei-Unternehmens?

Die wichtigsten Akquisitionsrisiken sind: (1) Abhängigkeit vom Schweizer Bauzyklus: Ein Rückgang im Wohnungs- und öffentlichen Bau schlägt direkt auf die Auftragsbücher durch; (2) Volatile Holzpreise, die bei Festpreisverträgen, die Monate vor der Montage unterzeichnet werden, kaum weitergegeben werden können; (3) Fachkräftemangel, der das Wachstum unabhängig von der Nachfrage begrenzt — der limitierende Faktor sind Menschen, nicht Aufträge. Käufer sollten Kundenkonzentration, regulatorische Compliance und Schlüsselpersonen-Abhängigkeiten sorgfältig prüfen. Deal-Multiplikatoren von 3.0 - 5.0× EBITDA können bei erhöhtem Risikoprofil abschlägig ausfallen.

Wie sieht die typische Kostenstruktur von Schweizer Holzbau & Schreinerei-Unternehmen aus?

Die typische Kostenaufschlüsselung eines Schweizer Holzbau & Schreinerei-Unternehmens ist: Personal (Zimmerer, Schreiner, Ingenieure, Management): 42%, Material (Holz, CLT, BSH, Verbindungsmittel, Klebstoffe): 28%, Ausruestung & Technologie (CNC-Maschinen, Werkzeuge, Fahrzeuge): 10%, Subunternehmer (Spezialgewerke, Transport, Kranmiete): 8%, Gemeinkosten (Raeumlichkeiten, Versicherung, Verwaltung, Energie): 5%, EBITDA-Marge: 7%. Das Personal ist mit rund 42% des Umsatzes die prägende Kostenposition und zugleich die limitierende Wachstumsschranke: Qualifizierte Zimmerleute und Schreiner sind knapp, ein Betrieb kann sich also nicht einfach in ein grösseres Auftragsbuch hineinrekrutieren. Genau deshalb verschiebt sich die Branche zur Vorfertigung — die Werkproduktion verlagert Kosten vom Personal zur Ausrüstung und macht Kapazität zu einer Funktion von Maschinen statt von Köpfen. Holz und Ingenieurholz mit 28% sind volatil und bei den branchenüblichen Festpreisverträgen schwer weiterzugeben. Eine EBITDA-Marge um 7% lässt wenig Spielraum für Projektüberschreitungen — weshalb die Kalkulationsdisziplin das Wertvollste ist, was ein abtretender Eigentümer mitnimmt. Diese Benchmarks sind wichtig für Käufer zur Beurteilung der operativen Effizienz und des Margensteigerungspotentials nach der Übernahme.

Welche Regionen sind die wichtigsten Holzbau & Schreinerei-Cluster der Schweiz?

Die wichtigsten Holzbau & Schreinerei-Cluster der Schweiz sind: (1) Ostschweiz (SG/TG/AR/AI) — Historisches Zentrum des Schweizer Holzbaus mit Blumer Lehmann in Gossau und Kaufmann Oberholzer in Roggwil, starke Zimmereitradition und Konzentration von Holzbau-Ingenieurunternehmen (2) Zentralschweiz (LU/ZG/SZ/OW/NW/UR) — Wachsender Holzbau-Hub verankert durch Renggli in Schoetz und Schilliger Holz in Kuessnacht, stark bei vorgefertigten Modulen und Holzwerkstoffherstellung (3) Mittelland / Bern (BE/SO/AG) — Traditionelles Zimmerei-Kernland mit Hector Egger in Langenthal, Erne Holzbau in Laufenburg und Husner in Buchs, starker Institutions- und Gewerbeholzbau (4) Graubuenden / Alpenregionen (GR/VS/GL) — Alpine Holzbauspezialisten angefuehrt von Uffer SA in Savognin, Expertise bei Berghotels, Chalets und Hochgebirgsbau mit einheimischen Holzarten (5) Zuerich / Nordwestschweiz (ZH/BS/BL) — Urbaner Holzbau-Hub mit Implenia Holzbau und wachsender Nachfrage nach mehrgeschossigen urbanen Holzbauten, starker designorientierter Schreinerei- und Ausbaumarkt Regionale Konzentration beeinflusst Bewertungen, da Unternehmen in etablierten Clustern von Zulieferer-Ökosystemen, spezialisierten Talentpools und Branchennetzwerken profitieren.

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