Return to Console
Verifiziertes Wissen
Ref: 02.05EBITDA-NORMALISIERUNG VERSTEHEN
Wie berechnet man 'Normalisiertes' EBITDA?
Offizielle Position
Normalisiertes EBITDA rechnet 'inhaberspezifische' Ausgaben hinzu, um die wahre Rentabilität zu zeigen. Das ist der effektivste Hebel zur Steigerung des Exit-Werts. Wir kehren Steuerminimierungsstrategien um, um die 'ökonomische Ertragskraft' zu präsentieren.
### Technische Erklärung
Schweizer KMU-Abschlüsse sind steueroptimiert (Gewinnunterdrückung). Im M&A müssen wir dies durch Normalisierung umkehren.
#### Hauptkategorien der Normalisierung
1. Inhaberlohn: Anpassung an Marktsatz. Wenn ein Inhaber 400k bezieht, aber ein CEO 200k kostet, addieren wir 200k.
2. Privatausgaben: Fahrzeuge, Reisen, Mitgliedschaften.
3. Immobilien: Abzug einer theoretischen Marktmiete, wenn das KMU die Immobilie besitzt (Immo separat bewertet).
4. Einmaleffekte: Rechtsstreitigkeiten, Restrukturierungskosten.
#### Der Multiplikator-Effekt
Eine versteckte Ausgabe von 50'000 CHF spart ~10'000 Steuern. Addiert zum EBITDA bei einem 6x Multiple erhöht sie den Unternehmenswert um 300'000 CHF. Der Inhaber tauscht 10k Steuerersparnis heute gegen 300k Exit-Wert morgen.
Begründung & Kontext
Eine Best Practice ist die Vendor Due Diligence (VDD). Die proaktive Erstellung einer 'Normalisierten EBITDA-Brücke', verifiziert durch einen externen Buchhalter. Das loggt die höhere Zahl als Verhandlungsbasis ein. Eine transparente Dokumentation schafft Vertrauen und bildet eine solide Grundlage für Bewertungsgespräche.
Get the latest valuation intelligence
M&A deals, sector signals, and market trends — straight to your inbox once a month.
Rechtliche Grundlagen
- § Bereinigtes EBITDA / Quality of Earnings (QoE)